15.09.2026
Deine erste Yogastunde: Was dich erwartet
Was in einer Yogastunde im Sirin Studio passiert, was du anziehst, wann du da sein solltest – und warum du dafür weder beweglich noch geübt sein musst.

Der häufigste Satz, den ich höre, bevor jemand zum ersten Mal kommt: „Ich bin überhaupt nicht beweglich." Der zweithäufigste: „Ich weiß gar nicht, was mich erwartet."
Das Zweite kann ich dir hier abnehmen.
Muss ich beweglich sein?
Nein. Beweglichkeit ist kein Zugang zum Yoga, sondern etwas, das sich unterwegs entwickelt. Du musst deine Zehen nicht berühren können und auch nicht sportlich sein.
Wichtig ist nicht, wie weit du in eine Haltung kommst, sondern wie sich die Bewegung für dich anfühlt. Diesen Satz wirst du bei mir oft hören.
Wie eine Stunde abläuft
Eine Stunde dauert 60 Minuten und hat immer denselben Aufbau. Das klingt unspektakulär, ist aber genau das, was den Einstieg leicht macht: Du weißt nach dem ersten Mal, was kommt.
Ankommen. Du suchst dir einen Mattenplatz und setzt dich erst einmal entspannt hin. Wir warten, bis alle da sind. Niemand fängt hektisch an.
Ich erzähle, was wir vorhaben. Ein, zwei Sätze dazu, was ich für die Stunde vorbereitet habe.
Eine kleine Atemübung. Der Übergang vom Tag in die Stunde.
Ein paar Minuten stille Meditation. Kurz, ruhig, ohne Anspruch.
Mobilisation im Sitzen. Wir bewegen den ganzen Körper durch, bis er warm ist. Hier passiert schon mehr, als man denkt.
Die eigentlichen Übungen. Im Fluss mit dem Atem – jede Bewegung hat einen Ein- oder Ausatmer. Das ist der Teil, den die meisten mit Yoga verbinden.
Savasana. Die Endentspannung. Du liegst auf dem Rücken, Augen geschlossen, und tust ein paar Minuten lang nichts. Für viele ist das anfangs das Ungewohnteste – und nach ein paar Wochen das, worauf sie sich freuen.
Was du anziehst
Etwas Bequemes, worin du dich wohlfühlst und dich gut bewegen kannst. Mehr ist es nicht. Spezielle Yogakleidung braucht niemand, geübt wird barfuß.
Was du mitbringst
Nichts. Matten, Decken, Blöcke und Gurte sind da. Wenn du deine eigene Matte lieber magst, bring sie gern mit – müssen musst du nicht.
Vor der Stunde solltest du nichts essen. Mit vollem Magen sind viele Übungen einfach unangenehm.
Wann du da sein solltest
Komm fünf bis zehn Minuten früher. Dann kannst du in Ruhe ankommen, Jacke und Schuhe ausziehen und dir einen Platz aussuchen, statt in eine schon begonnene Stunde zu stolpern.
Es gibt eine provisorische Umkleide, ein kleines Bad und einen Platz für Jacken, Schuhe und Taschen.
So findest du uns
Das Studio liegt in Wiesbaden-Bierstadt und ist zu Fuß, mit dem Rad und mit den Öffentlichen gut zu erreichen. Der Eingang liegt direkt an der Straße – großes Schaufenster, Schriftzug drauf. Zu übersehen ist er eigentlich nicht.
Mit dem Auto kannst du an der Straße parken – rund um das Studio ist eigentlich immer irgendwo etwas frei.
Wenn du nervös bist
Das sind viele beim ersten Mal, und das ist völlig in Ordnung. Was ich dann sage, ist meistens dasselbe:
Komm rein, zieh die Schuhe aus. Nimm dir hinten gern einen Tee und such dir einen Platz, den du sympathisch findest. Und dann sei einfach mal da.
Mehr musst du nicht leisten. Wir sind höchstens zu acht – es gibt keine letzte Reihe, in der man untergeht, aber eben auch niemanden, der dich beobachtet und bewertet.
Wenn eine Übung für dich nicht passt, zeige ich eine Variante. Nicht dir allein und vor allen anderen, sondern für die ganze Gruppe – dann entscheidet jede für sich, was sie nimmt.
Was du nach der ersten Stunde merkst
Die meisten sagen danach dasselbe: lockerer, aufrechter, irgendwie länger. Das ist kein Einbildungseffekt, sondern Bewegung, die dein Körper länger nicht bekommen hat.
Die deutlichste Veränderung spüren die meisten übrigens nicht nach der ersten, sondern etwa nach der dritten Stunde. Gib dir also ruhig drei.
Wann du vorher kurz Bescheid sagen solltest
Wenn du Beschwerden hast, schwanger bist oder eine Operation noch nicht lange zurückliegt: schreib mir vorher kurz. Ich frage ohnehin danach – nicht, um jemanden auszuschließen, sondern damit ich weiß, worauf ich bei dir achte. Und wenn es etwas ist, das in ärztliche Hände gehört, sage ich dir das auch ehrlich.
Alles andere klärt sich auf der Matte.